AHA's Blog

Die Wanne, ist sie halbvoll oder halbleer?

28. Juni 2009
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Die von mir für wichtig gehaltenen Kompetenzen einer Lehrperson kann ich sehr gut im Modell der Kompetenzwanne widerfinden. Die von mir lediglich in „hard“ und „soft Faktoren“ aufgeführten Kompetenzen sind hier in 5 Kategorien unterteilt, wobei die organisatorische, fachliche und didaktische/methodische Kompetenz jeweils für mich die eher erlernbaren bzw. auszubilden sind und Persönlichkeitskompetenz und soziale Kompetenz eher auf den Anlagen einer Person basieren. In der Kompetenzwanne werden die erlernbaren Kompetenzen von  Persönlichkeitskompetenz und sozialer Kompetenz eingebettet. Also auch hier wird ein sehr komplexes Bild für ein Lehrerprofil gezeichnet.

Nach weiterer Überlegung ist mir allerdings aufgefallen, dass sowohl in meiner eigenen Auflistung als auch in der Beschreibung zum Modell der Kompetenzwanne ein wesentliches Merkmal fehlt, welches sicherlich eine sehr hilfreiche Eigenschaft darstellt: Humor!

„Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.“ (Joachim Ringelnatz)


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der/die perfekte Lehrer/in?

25. Juni 2009
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diese Fragestellung gewinnt für mich an Bedeutung vor dem Hintergrund, dass mein Sohn im kommenden 2.Schuljahr nun schon den dritten Klassenlehrer bekommt. Nach der Erfahrung des 1. Schuljahres könnte man sagen, dass der perfekte Lehrer zumindest nicht schwanger sein, keinen laufenden Vertrag mit dem Lehrervertretungspool haben sollte und besser keinen Führerschein hat. Naja, vielleicht gehört dies auch nur zu den notwendigen Bedingungen ….

Nun im Ernst. Hier  beschreibe ich Merkmale meines Ideallehrers oder Lehrerin. Danach lese ich den Studienbrief, der sich genau mit dieser Thematik befasst und werde einen Vergleich ziehen.

Mr./Mrs. Right hat folgende

„hard skills“

– fachlich kompetent

– ist geübt in Präsentation und Moderation

– kann seine Lerneinheiten methodisch und medial flexibel und abwechslungsreich gestalten

und „soft skills“

– ist engagiert

– hat eine positive Ausstrahlung,

– wirkt kompetent und ist ehrlich,

– ist kreativ und flexibel

– ist aufmerksam und kann zuhören

– ist nicht konfliktscheu, aber auch kritikfähig

– ist empathisch und kann motivieren

– kann gut, anschaulich erklären und kann sich im Ausdruck auf die Zielgruppe einstellen

– kann Konflikte erkennen und lösen

– ist belastungsfähig

– ist freundlich, aber bestimmt

Jetzt habe ich erkannt, dass die „soft skills“, die persönlichen Eigenschaften doch einen ziemlich grossen Anteil an meinem Profil aufweisen. Die fachliche Kompetenz als  typischer Vertreter des „hard skills“, gerät da eigentlich von der Wichtigkeit ganz schön ins Hintertreffen.


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Ein (Mitt-)Sommerabend in Köln

22. Juni 2009
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Am Samstag waren wir an gleicher Ort und Stelle wie schon einmal – beim Wise Guys Konzert am Kölner Tanzbrunnen.  Ist das tatsächlich schon 9 Jahre her? Unglaublich, muss ja – damals haben wir ja noch in der Kölner Innenstadt gewohnt und sind mit der Fähre über den Rhein gefahren. Jetzt hat sich einiges verändert. Zum Einen sind es noch viel mehr Zuschauer, zum Anderen bringen diese Zuschauer mittlerweile ihre Kinder mit und schon der ganze Nachmittag wird zum richtigen Familienhappening. Das Wetter war auch sehr viel anders- beim letzten Mal haben wir noch unter dem Regenschirm bei kräftigen Böen mitgesungen, dieses Mal war es – zwar kein wirkliches Sommerwetter – aber dennoch ein lauer Abend am Rhein. Spätestens mit diesem Lied sind wir in Urlaubstimmung geraten: http://www.youtube.com/watch?v=N_WZCvUY9us , und wir haben uns nochmal kurz unser altes Cabrio herbei gewünscht. Schön war’s – damals wie heute….


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Didaktik?

15. Juni 2009
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Was ich darunter verstehe:

Die Allgemeine Didaktik ist eine Disziplin der Pädagogik und untersucht das Wesen von Unterricht.

Sie setzt sich mit den Bedingungen und strukturellen Faktoren von Lehren und Lernen auseinander und bemüht sich diese zu ordnen, um sie planen und lenken zu können.

Die Allgemeine Didaktik wird spezialisiert durch Besondere Didaktiken.


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Lehre und Friede

14. Juni 2009
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„…in Christenheit weniger Finsternis, Verwirrung und Streit, dafür mehr Licht, Ordnung, Friede und Ruhe…“

Bei Comenius spielt die Einbeziehung des Christentums und Gottes Lehren eine wesentliche Rolle. Diese Erwartungshaltung hätte ich in der heutigen säkularisierten Welt nur noch im Fall einer besonderen Didaktik bei konfessionellen Schulen.

“Das aber gehört zum wichtigsten, was uns die Heilige Schrift lehrt: daß es keinen wirksameren Weg zur Besserung der menschlichen Gebrechen gibt als die rechte Unterweisung der Jugend … genau wie zur Erneuerung eines Gartens neue Sträucher gepflanzt und die Setzlinge, damit sie wachsen und gedeihen, sorgfältig gepflegt werden müssen. Denn die Möglichkeiten sind nicht groß, alte Bäume zu verpflanzen oder fruchtbar zu machen. (S. 13-15).”

Hierzu fällt mir ein, dass sich heute diskutiert wird, wie Schule und Ausbildung zur Vermeidung der Radikalisierung von Jugendlichen und als Mittel zur Gewaltprävention herangezogen werden kann.


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Non scholae sed vitae ….

14. Juni 2009
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…zu meiner Schulzeit häufig dann angeführt, wenn es besonders langweilig wurde und der Nullpunkt bezügl. Lernfreude erreicht war.

Richtungsweisend für unser heutiges Lernen erscheint mir die Zielsetzung von Comenius in Bezug auf Erhöhung von Effizienz  und Effektivität in der Unterrichtsweise und sein Eintreten für ein gutes Schul- und Lernklima und die Freude am Lernen.

Das Versprechen von Comenius an die Leser dazu:

…und zwar zuverlässig zu lehren, so daß der Erfolg nicht ausbleiben kann; und rasch zu lehren, ohne Beschwerde und Verdruß für Lehrer oder Schüler, vielmehr zu beider größtem Vergnügen…“

Auch die Erwartung hinsichtlich des Prinzips der  Anschaulichkeit und der Bezug des Lernens zur Lebenswelt der Kinder sehe ich nach wie vor als aktuell an.

„Die Bildung des Menschen kann am besten – und muß deshalb auch – im frühsten Alter vorgenommen werden.“

Auch heute ein aktuelles Thema, wenn man bedenkt, dass die Kindergärten in NRW seit wenigen Jahren Bildungskonzepte erarbeiten und umsetzen müssen.


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„Omnes omnia omninum“

14. Juni 2009
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“DIE VOLLSTÄNDIGE KUNST, ALLE MENSCHEN ALLES ZU LEHREN…“

Das Versprechen Comenius’ mit seiner grossen Didaktik allen Menschen auf umfassende Weise alles zu lehren erscheint mir aus heutiger Sicht unrealistisch.

Im Hinblick auf die  unzähligen Wissensgebiete und die schnelle Veralterung von Wissen, macht es aus meiner Sicht keinen Sinn alles umfassend lehren zu wollen, auch fehlt dafür eine Darstellung eines „Gesamtwissen“, dass gelehrt werden könnte. Auf der anderen Seite entspricht  seine Forderung alle Menschen zu erreichen sehr wohl meiner heutigen Erwartungshaltung. Die Didaktik sollte es meiner Meinung nach ermöglichen, dass Menschen unabhängig vom Lebensalter, Geschlecht, Aufenthaltsort, von sozialer Stellung, Besitz und kultureller Zugehörigkeit lernen.


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Comenius

14. Juni 2009
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Im Studium beschäftigen wir uns zum Thema Didaktik mit J.A. Comenius und seiner grossen Didaktik aus 1658. Teilen wir heute noch die Erwartungen an eine Didaktik, so wie sie Comenius in seinen einleitenden Sätzen in diesem Werk formuliert hat?  Das werde ich in den folgenden Einträgen untersuchen.


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