AHA's Blog

Spielend Lernen – Lernen Spielen

Im täglichen Leben bin ich eigentlich kein Computer- oder Online-Spieler. Ich spiele gerne, aber dann eher Gesellschaftsspiele am Tisch mit meinen Kindern oder mit Freunden. Die Jungs haben aber die Computerspiele am Bildschirm schon entdeckt. Ab und zu dürfen sie am Computer spielen und mögen „Nils Holgersson“ und „Frag doch mal die Maus“ oder als Webspiel „Tom und sein Erdbeermarmeladebrot mit Honig“. Die ersten beiden sind Spiele bei denen die Kinder spielend auch lernen. Dies geschieht bei Nils Holgersson quasi beiläufig. Auf dem Flug des kleinen Nils mit den Wildgänsen sind beim Spielen kombinatorische Aufgaben zu erledigen, z.B. die richtige Kombination für ein Schloss zu finden, um sich selbst aus dem Käfig zu befreien oder Fragen zu beantworten, um aus einem Labyrinth von Höhlen zu entkommen. Die Aufgaben sind dabei direkt mit dem Spielablauf verknüpft. Es sind aber auch Reaktions- und Geschicklichkeitsspiele dabei. Ähnlich geartete Aufgaben gibt es auch bei „Frag doch mal die Maus“ – hier ist das Ganze jedoch nicht in eine Story eingebettet. Mit Tom kann ein Kind eine Geschichte aus mehreren Alternativen aktiv weiterentwickeln. Der Lerncharakter ist hier nicht so direkt erkennbar. Das Spiel fördert allerdings bei den Kleinen ungemein die Phantasie und den Spass daran Entscheidungen zu treffen. Es eignet sich darüber hinaus hervorragend, wenn ein Kindergartenkind den Umgang mit Maus und Bildschirm lernen möchte. Die Spiele sind sofort spielbar, in dem Sinne folgen Sie der Grundregel des Game Designs (nach Kerres Bormann, Vervenne). Die Spielidee erschliesst sich sofort oder ziemlich schnell während des Spielens.

Serious Games versuchen bewusst Spielen mit Lernen zu verbinden. Anders als traditionelle Lernspiele oder Elearning-Einheiten versuchen sie „Motivationsmethoden aus digitalen Unterhaltungsspielen zu nutzen, um ihre Lernziele zu verfolgen“ (vgl. Bopp). Manche beschränken den Begriff gleich auf 3-dimensionale Lernspiele, die virtuelle Realität als Spielumgebung, eine Story und die Beziehung zwischen einem Spieler und einem virtuellen Character nutzen, um Lernaktivitäten anzuregen.

Bei den vorgenannten Spielen für Kinder trifft diese Begriffsverständnis ganz gut auf Nils Holgersson zu. Das Spiel hat eine Story und der Spieler schlüpft in die Person des Nils Holgersson. Die Spielumgebung ist zwar nicht dreidimensional, aber dennoch als detaillierte Landschaft dargestellt. Die Motivation zu Spielen wird besonders dadurch noch verstärkt, dass die Kinder in die Rolle einer Figur schlüpfen können, die sie durch Buch und TV-Serie schon kennen und lieben.

Gelegentlich umfasst der Begriff aber auch digitale Werbespiele, Spiele, die in politischen Kampagnen eingesetzt werden oder auch auf Spiele aus dem Bereich der bildenden Kunst. In diesem weiten Sinne verwendet sind dann zwar alle Digitalen Lernspiele Serious Games, aber nicht alle Serious Games sind Digitale Lernspiele. (vgl. Wiki).

Ich selbst habe mich dann auch mit Serious Games für Erwachsenere beschäftigt. Zuerst habe ich mir MintyScience angeschaut. Minty Science wird mit der Absicht entwickelt die Welt der modernen Lernspiele mit der Welt der wissenschaftlichen Simulationen zu verknüpfen. Es ist ein 3D-Spiel, dass sich an Jugendliche an den weiterführenden Schulen richtet, die in digitalen Räumen auf wissenschaftliche Entdeckungstour gehen. Ziel ist es eine Umgebung zu schaffen, in dem die Kinder dem natürlichen Drang zum Experimentieren nachgehen können und sie zum wissenschafltiche Spielen und Ausprobieren zu ermutigen. Es sind im Moment 3 Räume zu besuchen, die Experimente zur Physik, Chemie und Biologie bergen. Das Spiel birgt keine Story. Die Motivation ist Neugierde und Forscherdrang . Die Spielidee ist es mit den zur Verfügung gestellten Materialien zu experimentieren. Dazu gibt es Hilfestellung in Form von Arbeitszetteln, die an den Arbeitsbänken herumliegen und dem Spieler ein Experimentaufbau erklären und dazu Fragen stellen, im Sinne von „Was passiert, wenn du…“. Der Spieler hat aber dabei durchaus die Möglichkeit Unfug bzw. „echte“ Fehler zu machen, z.B. einen Stromkreislauf kurz zu schliessen, und erfährt dann auch wirklichkeitsgetreu die Folgen (man kann es nur noch nicht riechen ;-) ).

Eine magische Brille erlaubt dem Spieler sich aus der realen virtuellen (!) Welt abzuheben und Dinge zu sehen, die sonst nicht gesehen werden können, weil sie z.B. zu klein oder zu gross sind – z.B. das Verhalten der Elektronen in einem Stromkreis zu beobachten -  oder in der Zeit zu wandern und die Konstellation der Planeten in einem Modellsonnensystem entsprechend zu verändern.  Ein Avatar ist anwesend, der den Spieler durch die Räume führt.

Ich selbst habe mich direkt im Physik-Raum wiedergefunden und erfreut festgestellt, dass ich hier einen Stromkreis aufbauen kann, wie früher im Physiklabor. Aber als ich durch die Räume gewandert bin, habe ich mich gewundert, dass ich den Chemie und Biologie-Raum leer fand, und der Avatar nur leere Runden drehte und immer wieder in den Physik-Raum zurückkehrte. Ich habe dort ein bisschen weiter herumprobiert, aber gemerkt, dass meine Frustrationsgrenze momentan recht niedrig ist. Dann habe ich mir die Homepage des Spiels noch einmal genauer angeschaut und festgestellt, dass sich das Spiel noch in der Entwicklung befindet und ich mit einem Halbfertigprodukt (Rel 0.2) gearbeitet habe. Wer lesen kann ist klar im Vorteil )-: .

So gesehen, denke ich das dieses Spiel echte Potenziale hat, denn es scheint die Experimente tatsächlich wirklichkeitsgetreu nachzubilden und läd ein sofort loszulegen und auszuprobieren. Mit Hilfe der magischen Brille werden darüberhinaus Abläufe sichtbar gemacht, die im realen Versuchslabor in der Schule nicht zu sehen sind.

„My aim is to create a simulated 3D environment with the look and feel of a modern game but the educational value of a simulation.“(Steve Howell)

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kupferne Hochzeit

Gestern abend waren wir bei Freunden in den Niederlanden bei einer Feier anlässlich Ihres 12,5-jähirgen Hochzeitstag. Im Vergleich zur silbernen oder goldenen Hochzeit ist dies ist die „koperen bruiloft“ also die kupferne Hochzeit. Dieses Fest habe ich jetzt in Holland schon das zweite Mal mitgefeiert. Im Vorfeld waren unsere Bekannten in Deutschland überrascht und haben gefragt, ob dies in Holland üblich ist zu feiern. Umgekehrt in Holland waren alle überrascht als wir sagten, dass dies in Deutschland unseres Wissens nach überhaupt nicht üblich ist zu feiern. Auf der anderen Seite – nachdem ja die Ehen im Durchschnitt immer früher geschieden werden – ist dies sicherlich ein sehr pragmatischer Ansatz. Die Holländer sind für mich auch ein sehr viel pragmatischeres Volk als die Deutschen. Nach der Idee habe ich es leider schon verpasst meine hölzerne (5) , eiserne (6) und wollene (7)  Hochzeit zu feiern, aber wir könnten noch schnell die bronzene (8) nachholen…


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wer die Wahl hat, hat die Qual

Ich habe das erste Mal ein WBT gezimmert. Es ist eine kurze Weinschule für die Nicht-Weinexperten unter den Weingeniessern.

Ehrlich gesagt kann man das Gleiche (und mehr ;-) ) auch im Wiki lesen. Aber naja, es war eine Studienaufgabe, in der wir uns mit Authorentools im Zusammenhang mit e-learning beschäftigen sollten. Das Ganze hat unheimlich lange gedauert, insbesondere deshalb, weil mir die Auswahl des Editors schwergefallen ist.

Ich hatte den Ansatz einen kostenlosen Editor zu verwenden.  Diejenigen, die ich dazu gefunden habe, waren meistens auf Spezialitäten ausgerichtet, sowie z.B. Hot Potatoes zur Erstellung von interaktiven Unterrichtsmaterialin wie Tests, Quiz, Zuordnungsaufgaben u.ä. , oder Wink für das Capturing und die Wiedergabe von Arbeitsschritten am Bildschirm für (Software-)Schulungen.

Interessant ist  CourseLab ein Editor mit WYSIWYG environment zur Erstellung von WBT, CBT oder interaktivem e-learning content. Ich habe auch NVU als voll flexiblen Web-Editor eingesetzt. Aber hier habe ich mich schnell verrannt, weil ich hier alles von Grund auf neu erstellen musste.

Ich habe mich bei dieser Aufgabe dann für den Einsatz von myUdutu entschieden. Interessant finde ich hier, dass dies ein kollaboratives Kurs-Authoring Werkzeug ist. Es ist eine Webanwendung, für die man sich kostenlos bei Udutu registrieren kann. Die erstellten Kurs Objekte liegen alle im Web, das Fertigerzeugnis kann man gegen Entgeld bei Udutu hosten lassen oder kostenlos als ZIP Datei herunterladen und selbst verteilen.  So konnte ich auch in unserem Geschäft am Kurs arbeiten und hatte immer die aktuelle Version der Kursobjekte im Netz verfügbar. Die ZIP-Datei mit dem fertigen Kurs habe ich über BSCW für meine Lerngruppe verfügbar gemacht.

Die WEB Anwendung ist ein Rapid Elearning Editor, der vordefinierte Screens für die Präsentation von Kursinhalten und Assessments anbietet. Es ist sehr einfach zu nutzen und es ist möglich sehr schnell einen einfachen Kurs zu stricken, allerdings habe ich im Verlauf der Kursbearbeitung gemerkt, dass die vorgefertigten Muster mich natürlich wiederum in der Gestaltung sehr einschränkten. Ich konnte meine Vorstellungen nicht wie geplant umsetzen – nach wie vor habe ich immernoch grosse Schwierigkeiten, einen YouTube Film einfach nur einzubinden anstatt ihn als Videoobjekt zu laden.


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Könnt ihr mich hören? – Ich höre nix…

Meine Studien-Lerngruppe hat inzwischen immerhin schon 4 Gruppenaufgaben gemeinsam bewältigt und in der 5. Gruppenaufgabe stehen wir mittendrin. Unsere Zusammenarbeit ist von Beginn an von einem respektvollen Umgang und gegenseitiger Wertschätzung der Mitarbeit geprägt. Der Umgangston ist salopp, freundlich und auch persönlich. Durch das Präsenzmeeting am Anfang des Studiums haben wir gegenseitig einen Eindruck bekommen, der sich in persönlichen Onlinekontakten, 1 zu 1, aber auch in Gruppengesprächen via Skype oder Connect gefestigt hat. Die Eindrucksbildung wird ergänzt durch das gegenseitige Aufsuchen der Profile in Xing oder das Lesen und kommentieren der Blogs der anderen Teilnehmer.

Unsere gemeinsame Arbeit gliedert sich meistens in folgende Phasen, die sich automatisch so logisch ergeben haben und deswegen auch von keinem in Frage gestellt werden:

  • Diskussion der Aufgabenstellung und Abstimmung unseres Vorgehens im Lerngruppenchat oder einem direkt nachgelagerten Online-Treffen,
  • individuelle Vorbereitung der Aufgabe (Lesen des jeweiligen Studienbriefes und anderer Materialien)
  • asynchrone Ideensammlung z.B. im Forum oder neuerdings auch mit Hilfe von concept maps
  • synchrones Online-Arbeitstreffen, zur Erarbeitung des Ergebnisses
  • asynchrone Aufbereitung des Ergebnisses (meistens durch 1-3 Personen)
  • asynchrone wiederholte Verbesserung oder Ergänzung durch alle und Abstimmung einer Finalversion
  • Präsentation oder Abschicken des gemeinsamen Ergebnisses an den jeweiligen Fachtutuor

Bisher habe ich die Gruppenarbeit immer so erlebt, dass sich jeder aktiv beteiligt hat und dass Aufgaben und Rollen immer freiwillig abwechselnd übernommen wurden.

Alle Teilnehmer haben sich im Connect – unserem Werkzeug für die Online-Konferenz, diszipliniert an die vereinbarten Kommunikationsregeln gehalten. Am Anfang wurde zwar wie wild nebenbei gechattet, aber das hat kontinuierlich abgenommen, wahrscheinlich weil die Probierphase vorbei ist und wir auch die Erfahrung gemacht haben, dass wir schnell aus der Zeit herauslaufen. Nun wird eigentlich sehr sachbezogen kommuniziert und erst nach Ende des Pflichtprogramms Persönliches ausgetauscht.Damit ist aber auch ein ganzes Stück Spontanität verloren gegangen.

Die Kommunikation in der Gruppe –asynchron über die Foren oder Mail und synchron über Connect und Skype – gibt mir in der Summe das Gefühl präsent zu sein und einer Gruppe von Mitstreitern anzugehören. Wir geben uns gegenseitig Anregungen, wie wir mit einem Stoff, einer Lernaufgabe oder auch mit den weiteren Studienabschnitten umgehen. Auch das Mittel „Feedback geben“ fördert nicht nur die Reflektion, sondern gibt einem auch das Gefühl mit anderen zu interagieren.

Nach meinem Gefühl ist es für den Moderator oder die Moderatorin immer dann schwierig, wenn das weitere Vorgehen nicht mehr klar vor Augen ist oder Uneinigkeit über die Ergebnistiefe oder die Ergebnisstruktur herrscht. Hier ist es bei einer Online-Sitzung schwieriger als bei einem F2F-Meeting einfach kurz mal Dinge auszuprobieren oder sich mit Blickkontakt Zustimmung für einen getätigten Schritt einzuholen.

Meistens kamen wir an der Stelle aber mit dem Mittel der Abstimmung relativ schnell weiter. Dies gibt in dem Moment dem Moderator auch wieder die Sicherheit, dass er alle Teilnehmer mit ihrer Meinung eingefangen hat. In unserer Lerngruppe ist eigentlich auch immer jemand mit einem Hinweis zu Zusatzmaterialien oder einem weiterführenden Link oder Hilfe zur Technik bei der Hand.

Das grösste Hindernis in der Zusammenarbeit stellt meines Erachtens immer wieder die Qualität der Sprachübertragung dar. Unsere Online-Konferenzen sind immer wieder in einem Zustand, dass wir Echo in der Leitung haben oder dass einzelne Teilnehmer nicht zu hören oder nur unterbrochen zu hören sind. Dies verunsichert mich beim Sprechen sehr, weil ich nie weiss, ob die anderen Teilnehmer mich auch verstehen. In diesem Moment fehlen beim Sprechen die non-verbalen Reaktionen der anderen Teilnehmer  wie wir sie im F2F Meeting erfahren. Ich habe das Gefühl, dass es den anderen ähnlich geht und uns allen die Gruppenarbeit signifikant erschwert.

Für mich persönlich habe ich in der Online-Kommunikation festgestellt, dass andere viel spontaner und kommunikativer sind als ich. Sie tauschen sich viel eher über aktuelle Gedankengänge aus, die ich meistens mit mir alleine ausmache, weil ich annehme,  dass sie in diesem Moment doch keinen interessieren. Ich rede in der Gruppen-Kommunikation eher aufgaben- und sachbezogen und spreche über persönliches, mich selbst betreffendes, eigentlich nur im privaten Gespräch oder F2F, wenn ich die Reaktionen des/der Kommunikationspartner besser einschätzen kann.


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Kommunikation ist alles

Bei meiner Arbeit als IT Management Berater haben wir häufig in Projektsituationen mit verstreut sitzenden Projektmitarbeitern Online-Kommunikationswerkzeuge genutzt. Online-Konferenzen – häufig multikodial mit Ton und Textübertragung – hatten dabei den Vorteil, dass wir Reiseaufwand  sparen konnten, da für Präsenzveranstaltungen für einen grossen Teil der Leute meistens ein ganzer Arbeitstag und mehr einkalkuliert werden musste. Da Onlinekonferenzen im Vergleich zu Face-to-Face-Meetings weniger Zeit beanspruchten, konnten sie auch häufiger abgehalten und flexibler einberufen werden.

Ein grosser Nachteil dieser Online-Veranstaltungen war es, dass keine nonverbalen Reaktionen der Teilnehmer abzulesen waren, und dass man nur sehr schwer die Aufmerksamkeit der Teilnehmer sicherstellen konnte. Teilnehmer waren häufig neben der Konferenz noch mit anderen Dingen an ihrem Computer beschäftigt und verfolgten die Online-Konferenz nur nebenbei zum Nachteil der konstruktiven Mitarbeit in der Konferenz. In einer Face-to-Face-Veranstaltung können diese Teilnehmer gezielt angesprochen werden. Ausschweifen kann in einer Präsenzverantstaltung mit nonverbalen Hinweisen beendet werden, in einer Onlinekonferenz werden häufig die Vielredner reden gelassen derweil die anderen Teilnehmer abschalten (und z.B. beginnen zu chatten).  Auch fehlen in einer Online-Konferenz die nonverbalen Reaktionen anhand derer abgelesen werden kann, ob die Teilnehmer abgeholt wurden bzw. mitkommen und vor allen Dingen, ob sie auch hinter den Arbeitsergebnissen stehen. Häufig stellten wir nach Online-Konferenzen fest, dass Teilnehmer zwar während der Online-Konferenz ein Arbeitsergebnis mit verabschiedet hatten, aber gar nicht wirklich hinter der Lösung standen.

Insgesamt haben wir festgestellt, dass Online-Konferenzen sehr viel stärker vorstrukturiert und gelenkt werden mussten als Face-to-Face-Meetings. Für den Moderator waren sie aus diesem Grund häufig anstrengender als eine Präsenzveranstaltung.

Das Online-Werkzeug, dass ich seit 1990 beruflich am meisten nutze ist eMail.

Die Nutzung von eMails hatte immer insbesondere dann den Vorteil gegenüber einer Face-to-Face Kommunikation, wenn

  • es um Einladungen zu Meetings geht. Auf diesem Weg können sehr effizient viele Leute über Agenda und Setting einer Veranstaltung informiert werden. Die heutige Kalenderintegration erlaubt es auch sehr wirksam einen gemeinsamen Termin zu finden. Vor allen Dingen können wir Informationen wiederholt eingesehen werden. Wir haben auch bei Face-to-Face-Verabredungen in Meetings immer noch einmal hinterher eine eMail-Einladung verschickt
  • wenn eine Verabredung zu einer Vorgehensweise dokumentiert und alle darüber zur Erinnerung noch einmal informiert werden sollten oder wenn eine Vorgehensweise vorgeschlagen wird. Dies erlaubt dem Schreiber den Text in Ruhe zu überarbeiten bis er sachlich und präsize die Vorgehensweise wiedergibt und es erlaubt den Leser sich in Ruhe mit der Vorgehensweise zu beschäftigen und sie auch wiederholt zu reviewen
  • wenn abends gearbeitet wurde und Informationen an diejenigen weitergegeben werden sollten, die nicht anwesend waren, aber am nächsten Morgen sehr früh die Arbeit wieder aufnahmen. Insbesondere galt das auch für das zeitversetzte Arbeiten in unterschiedlichen Zeitzonen.

Der Nachteil war häufig, dass auch Streitereien und Beschwerden per eMail ausgetragen wurden, weil sehr einfach andere auf Kopie gesetzt werden konnten. Man dann häufig gezwungen war auch wieder Stellung zu nehmen und die auf Kopie gesetzten Personen auch darüber wieder zu informieren. Hier kommt es zum einen zu einer Mailflut, bei Sachen, die man face-to-face einfacher aus der Welt hätte räumen können und es werden auch noch Personen involviert, die das eigentlich gar nicht möchten.


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Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub

Wie immer, wenn es schön ist,  war es viel zu kurz. Jetzt sind wir wieder zuhause, unglaublich! Da bereitet man sich so lange darauf vor, um ja auch für 6 Personen an alles zu denken. Unser Bus war gut voll – naja, ein Schlauchboot mit Paddeln hätte noch hereingepasst. Das mussten wir dann am Gardasee kaufen. Ohne ging es nicht. Dem Kleinsten war es zuerst etwas zu schwummerig im leichten Wellengang, aber auch er liess sich irgendwann stolz herumkutschieren. Direkt am Anfang der Schulferien zu fahren war eine gute Idee. In den letzten Tagen haben wir noch die Erfahrung gemacht, wenn es richtig voll wird…Jetzt zuhause beschäftige ich mich schon einmal mit der nächsten Urlaubsreise -aus Trost. In den Studien- und Arbeitsrhytmus wieder hereinzukommen gestaltet sich etwas schwierig. Die Kinder haben ja noch Schulferien und der Tagesablauf ist irgendwie ziemlich unkoordiniert. Ich konnte gottseidank etwas Material mitnehmen und es liess sich auch gut lesen. Von Medien- und Kommunikationspsychologie könnte meinetwegen zukünftig noch ein bisschen mehr kommen….

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4 boys on a hippo

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Im Safaripark in der Nähe von Bardolino gab’s die auch in echt. Wälzten sich direkt vor unserem Auto im Schlamm. Für 4 wilde kleine Jungs ein echtes Abenteuer!


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Die Wanne, ist sie halbvoll oder halbleer?

Die von mir für wichtig gehaltenen Kompetenzen einer Lehrperson kann ich sehr gut im Modell der Kompetenzwanne widerfinden. Die von mir lediglich in „hard“ und „soft Faktoren“ aufgeführten Kompetenzen sind hier in 5 Kategorien unterteilt, wobei die organisatorische, fachliche und didaktische/methodische Kompetenz jeweils für mich die eher erlernbaren bzw. auszubilden sind und Persönlichkeitskompetenz und soziale Kompetenz eher auf den Anlagen einer Person basieren. In der Kompetenzwanne werden die erlernbaren Kompetenzen von  Persönlichkeitskompetenz und sozialer Kompetenz eingebettet. Also auch hier wird ein sehr komplexes Bild für ein Lehrerprofil gezeichnet.

Nach weiterer Überlegung ist mir allerdings aufgefallen, dass sowohl in meiner eigenen Auflistung als auch in der Beschreibung zum Modell der Kompetenzwanne ein wesentliches Merkmal fehlt, welches sicherlich eine sehr hilfreiche Eigenschaft darstellt: Humor!

„Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.“ (Joachim Ringelnatz)


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der/die perfekte Lehrer/in?

diese Fragestellung gewinnt für mich an Bedeutung vor dem Hintergrund, dass mein Sohn im kommenden 2.Schuljahr nun schon den dritten Klassenlehrer bekommt. Nach der Erfahrung des 1. Schuljahres könnte man sagen, dass der perfekte Lehrer zumindest nicht schwanger sein, keinen laufenden Vertrag mit dem Lehrervertretungspool haben sollte und besser keinen Führerschein hat. Naja, vielleicht gehört dies auch nur zu den notwendigen Bedingungen ….

Nun im Ernst. Hier  beschreibe ich Merkmale meines Ideallehrers oder Lehrerin. Danach lese ich den Studienbrief, der sich genau mit dieser Thematik befasst und werde einen Vergleich ziehen.

Mr./Mrs. Right hat folgende

„hard skills“

- fachlich kompetent

- ist geübt in Präsentation und Moderation

- kann seine Lerneinheiten methodisch und medial flexibel und abwechslungsreich gestalten

und „soft skills“

- ist engagiert

- hat eine positive Ausstrahlung,

- wirkt kompetent und ist ehrlich,

- ist kreativ und flexibel

- ist aufmerksam und kann zuhören

- ist nicht konfliktscheu, aber auch kritikfähig

- ist empathisch und kann motivieren

- kann gut, anschaulich erklären und kann sich im Ausdruck auf die Zielgruppe einstellen

- kann Konflikte erkennen und lösen

- ist belastungsfähig

- ist freundlich, aber bestimmt

Jetzt habe ich erkannt, dass die „soft skills“, die persönlichen Eigenschaften doch einen ziemlich grossen Anteil an meinem Profil aufweisen. Die fachliche Kompetenz als  typischer Vertreter des „hard skills“, gerät da eigentlich von der Wichtigkeit ganz schön ins Hintertreffen.


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Ein (Mitt-)Sommerabend in Köln

Am Samstag waren wir an gleicher Ort und Stelle wie schon einmal – beim Wise Guys Konzert am Kölner Tanzbrunnen.  Ist das tatsächlich schon 9 Jahre her? Unglaublich, muss ja – damals haben wir ja noch in der Kölner Innenstadt gewohnt und sind mit der Fähre über den Rhein gefahren. Jetzt hat sich einiges verändert. Zum Einen sind es noch viel mehr Zuschauer, zum Anderen bringen diese Zuschauer mittlerweile ihre Kinder mit und schon der ganze Nachmittag wird zum richtigen Familienhappening. Das Wetter war auch sehr viel anders- beim letzten Mal haben wir noch unter dem Regenschirm bei kräftigen Böen mitgesungen, dieses Mal war es – zwar kein wirkliches Sommerwetter – aber dennoch ein lauer Abend am Rhein. Spätestens mit diesem Lied sind wir in Urlaubstimmung geraten: http://www.youtube.com/watch?v=N_WZCvUY9us , und wir haben uns nochmal kurz unser altes Cabrio herbei gewünscht. Schön war’s – damals wie heute….


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